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Köln: Bebauungsplan Nummer 67410/11 – Arbeitstitel: Mertener Straße
Im Stadtteil Marienburg (Stadtbezirk Rodenkirchen) wurde mit dem Bebauungsplan 67410/11 die städtebauliche Neuordnung des Areals der ehemaligen Deutschen Welle sowie angrenzender Gewerbeflächen vorbereitet. Das Plangebiet umfasst eine Fläche von ca. 16,8 ha. Ziel ist die Entwicklung eines neuen Wohnstandortes mit 700 bis 750 Wohnungen, ergänzt durch eine Kita, wohnverträgliches Gewerbe, öffentliche Grünflächen und Spielplätze. Der Aufstellungsbeschluss wurde 2014 gefasst, die öffentliche Auslegung fand 2021/2022 statt. Grundlage des Bebauungsplanes bildet das städtebauliche Konzept des Siegerentwurfs von ASTOC Architects and Planners (Köln) mit urbanegestalt PartGmbB (Köln).
Ziele der Planung
Mit dem Bebauungsplan Mertener Straße sollen die brachliegenden Flächen der ehemaligen Deutschen Welle sowie angrenzende Gewerbeareale einer neuen, zukunftsorientierten Nutzung zugeführt werden. Ziel ist die Schaffung eines attraktiven Wohnstandortes mit vielfältigen Wohnungstypen und ergänzenden Einrichtungen für das tägliche Leben wie Kita und Spielplätze. Gleichzeitig wird ein verträgliches Nebeneinander von Wohnen und Gewerbe angestrebt, sodass sowohl bestehende Betriebe als auch die neue Wohnnutzung langfristig gesichert werden können. Darüber hinaus soll der Standort des Deutschlandradios erhalten und um Entwicklungsmöglichkeiten ergänzt werden. Für die Firma Leybold werden zudem Erweiterungsmöglichkeiten, insbesondere für ein neues Parkhaus, geschaffen.
Inhalte der Planung
Der Bebauungsplan setzt im nordöstlichen Bereich des Plangebiets ein allgemeines Wohngebiet fest, in dem die geplanten Wohnungen entstehen werden. Ergänzt wird dieses durch ein Mischgebiet sowie eine Kita im zentralen Bereich. Im südlichen Teil ist ein Gewerbegebiet vorgesehen, das die Weiterentwicklung bestehender Betriebe ermöglicht. Zusätzlich werden eine öffentliche Grünfläche und ein öffentlicher Spielplatz geschaffen, die das Quartier aufwerten und die Aufenthaltsqualität verbessern. Für die Flächen der Firma Leybold ist erstmals Planungsrecht für eine Teilfläche zur Errichtung eines Parkhauses vorgesehen. Im Nordwesten wird das Sondergebiet für das Deutschlandradio beibehalten und um moderate Erweiterungsmöglichkeiten ergänzt.