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Köln: Bebauungsplan Nummer 68454/04 – Arbeitstitel: Südlich Ottoplatz
Am Standort Ottoplatz 2 in Köln-Deutz plant der Landschaftsverband Rheinland (LVR) den Neubau seiner Zentralverwaltung. Das Plangebiet umfasst eine Fläche von rund 7.000 m². Vorgesehen ist ein Verwaltungsgebäude mit ca. 1.200 Arbeitsplätzen und Tiefgarage, das den bisherigen, nicht mehr zeitgemäßen Gebäudebestand ersetzt. Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan erfolgte 2015, im Jahr 2019 wurde das Verfahren auf einen Vorhabenbezogenen Bebauungsplan umgestellt. Grundlage ist das Siegerkonzept des Realisierungswettbewerbs von kadawittfeldarchitektur gmbh (Aachen).
Ziele der Planung
Mit der Aufstellung des Bebauungsplanes sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Neubau des LVR-Hauses geschaffen werden. Ziel ist es, eine moderne, funktionale und städtebaulich überzeugende Verwaltungsimmobilie zu errichten, die den gestiegenen Anforderungen an Brandschutz, Barrierefreiheit und technische Ausstattung entspricht. Dabei werden die Belange der angrenzenden Wohn- und Gewerbebebauung, der Jugendherberge in Deutz sowie der umliegenden Denkmäler besonders berücksichtigt. Zudem wird auf eine angemessene Einbindung in das Stadtbild Wert gelegt – sowohl mit Blick auf den Bahnhofsvorplatz in Deutz als auch auf die UNESCO-Welterbestätte Kölner Dom.
Inhalte der Planung
Der Vorhabenbezogene Bebauungsplan 68454/04 ermöglicht die Realisierung eines Neubaus, der sich aus zwei Baukörpern zusammensetzt: einem Hochhaus mit 73 Metern Höhe an der Westseite des Grundstücks sowie einer straßenbegleitenden Blockrandbebauung entlang Ottoplatz, Neuhöffer- und Siegesstraße. Die Höhenstaffelung der Mantelbebauung orientiert sich an der Nachbarbebauung, wodurch eine verträgliche Einbindung in den Stadtteil erreicht wird. Eine Tiefgarage nimmt die erforderlichen Stellplätze auf. Der Neubau soll eine markante und zugleich angemessene Stadtsilhouette bilden, die das Umfeld des Deutzer Bahnhofs aufwertet und hochwertige Arbeitsplätze für rund 1.200 Beschäftigte schafft. Eine stadtbildprägende Platane auf dem Grundstück bleibt erhalten.